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1652 errichtet Jan van Riebeeck eine Versorgungsstation in der Tafelbucht. (Rekonstruktion)
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Handelswege der VOC ab 1602 (Rekonstruktion, ohne Gewähr auf Vollständigkeit oder korrekte Darstellung)
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Steckbrief VOC
VOC · Niederländische Ostindien-Kompanie
Gegründet: 20. März 1602
Aufgelöst: 31. Dezember 1799
Sitz: Niederlande
Asiatisches Zentrum: Batavia, heute Jakarta
Aufgabe: Handel zwischen den Niederlanden und Asien
Handelsmonopol: Niederländischer Handel in den asiatischen Gewässern östlich des Kaps der Guten Hoffnung
Handelswaren: Gewürze, Pfeffer, Muskat, Zimt, Tee, Kaffee, Seide, Baumwollstoffe, Porzellan, Zucker und weitere asiatische Waren
Machtbefugnisse: Die VOC durfte Verträge schließen, eigene Streitkräfte unterhalten, Krieg führen, Festungen errichten, Gebiete verwalten und Gouverneure einsetzen.
Wichtige Stützpunkte: Batavia · Ceylon · Malakka · Banda-Inseln · Kap der Guten Hoffnung
Das Kap: 1652 errichtete Jan van Riebeeck im Auftrag der VOC eine Versorgungsstation in der Tafelbucht.
Zweck der Kapstation: Frischwasser, Fleisch, Gemüse und medizinische Versorgung für VOC-Schiffe zwischen Europa und Asien.
Ab 1657: Ansiedlung der ersten Vrijburghers ehemalige VOC-Bedienstete bewirtschaften eigenes Land.
Sklaverei am Kap: Die VOC integrierte das Kap in den Sklavenhandel des Indischen Ozeans. Versklavte Menschen kamen vor allem aus Ostafrika, Madagaskar, Indien und Südostasien.
Niedergang: Hohe Verwaltungskosten und Verschuldung, Korruption, Kriege sowie die wachsende britische Konkurrenz schwächten die Kompanie im 18. Jahrhundert.
Ende: Nach der französischen Besetzung der Niederlande 1795 geriet die VOC endgültig in die Krise. Ihre Charta wurde nicht verlängert; zum Jahresende 1799 endete die Gesellschaft.
Bedeutung für Südafrika: Aus der 1652 gegründeten VOC-Versorgungsstation entwickelte sich Kapstadt und in den folgenden Jahrzehnten die Kapkolonie.
Menschen der VOC
Top Ten die für die Entwicklung Südafrikas von Bedeutung waren
Jan van Riebeeck 16191677
Gründete 1652 die VOC-Station am Kap; Ausgangspunkt Kapstadts und dauerhafter europäischer Besiedlung.
Zacharias Wagenaer 16141668
Van Riebeecks Nachfolger; begann 1666 den Bau des Castle of Good Hope.
Simon van der Stel 16391712
Prägte Stellenbosch, Weinbau, Landeserkundung und die Ansiedlung französischer Hugenotten am Kap.
Hendrik van Rheede 16361691
VOC-Kommissar und Naturforscher; beeinflusste Verwaltung, Landwirtschaft und weitere Entwicklung der Kapkolonie.
Willem A. van der Stel 16641733
Förderte Expansion und Landwirtschaft; sein Machtmissbrauch führte zum erfolgreichen Widerstand der Vrijburghers.
Adam Tas 16681722
Führte den Vrijburgher-Widerstand gegen Van der Stel und stärkte das Selbstbewusstsein der Kapbauern.
Hendrik Swellengrebel 17001760
Erster kapgeborener Gouverneur; gründete Swellendam als Verwaltungszentrum der expandierenden östlichen Siedlungsgebiete.
Ryk Tulbagh 16991771
Langjähriger Gouverneur; förderte Verwaltung, Landeserkundung und wirtschaftliche Entwicklung der Kapkolonie.
Joachim van Plettenberg 17391793
Bereiste und markierte die Ostgrenze der expandierenden Kapkolonie; Plettenberg Bay trägt seinen Namen.
Cornelis J. van de Graaff 17341812
Gründete 1786 Graaff-Reinet als Verwaltungszentrum der weit nach Osten vorgedrungenen Kapkolonie.
Weltgeschehen
Was passiert inzwischen woanders
1642 Rembrandts „Nachtwache
In Amsterdam vollendet Rembrandt eines der berühmtesten Gemälde des niederländischen Goldenen Zeitalters.
1642 Tasman erreicht Tasmanien und Neuseeland
Abel Tasman erkundet im Auftrag der VOC den Südpazifik.
1643 Das Barometer
Evangelista Torricelli weist mit seiner Quecksilbersäule den atmosphärischen Luftdruck experimentell nach.
1644 Die Qing erobern Peking
Die Mandschu übernehmen die Hauptstadt; die Ming-Herrschaft in China bricht zusammen.
1648 Westfälischer Frieden
Der Dreißigjährige Krieg endet; Mitteleuropa ist durch Krieg, Hunger und Seuchen schwer gezeichnet.
1649 Ein König wird hingerichtet
Karl I. von England wird enthauptet; England wird vorübergehend Republik.
1652 Kaffee kommt nach London
Pasqua Rosée eröffnet das traditionell auf 1652 datierte erste Londoner Kaffeehaus.
1652 England gegen die Niederlande
Der Erste Englisch-Niederländische Seekrieg beginnt: Handels- und Seemächte kämpfen um Märkte und Schifffahrtswege.
1653 Taj Mahal
Das gewaltige Grabmal Shah Jahans in Agra ist nach rund zwei Jahrzehnten Bauzeit weitgehend vollendet.
1654 Magdeburger Halbkugeln
Otto von Guericke demonstriert mit seinem Vakuumexperiment eindrucksvoll die Kraft des Luftdrucks.
1656 Die Pendeluhr
Huygens entwickelt die erste praktisch brauchbare Pendeluhr; Zeit lässt sich erheblich genauer messen.
1657 Schokolade in London
In der englischen Hauptstadt wird Schokolade öffentlich als exotisches Getränk angeboten.
1660 Gründung der Royal Society
In London entsteht eine Institution, die Experiment und Beobachtung zum wissenschaftlichen Programm macht.
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Als Jan van Riebeeck am 6. April 1652 mit drei Schiffen der Niederländischen Ostindien-Kompanie in der Tafelbucht eintraf, hatte er nicht den Auftrag, eine neue Kolonie zu gründen. Die Vereenigde Oostindische Compagnie, kurz VOC, interessierte sich zunächst weder für das südafrikanische Binnenland noch für eine großangelegte Besiedlung des Kaps. Ihr Geschäft lag mehrere tausend Kilometer weiter östlich. Gewürze, Textilien, Porzellan und andere Waren aus Asien versprachen Gewinne, für die niederländische Schiffe monatelange Reisen um das Kap der Guten Hoffnung in Kauf nahmen. Südafrika lag auf diesem Weg und genau darin bestand sein Wert.
Die 1602 gegründete VOC war dabei weit mehr als eine gewöhnliche Handelsgesellschaft. Die niederländischen Generalstaaten hatten ihr weitreichende Rechte übertragen. Sie durfte in ihrem Handelsgebiet Verträge schließen, Festungen errichten, Soldaten unterhalten, Krieg führen und Gebiete verwalten. Von Batavia, dem heutigen Jakarta, aus entstand ein weit verzweigtes Handelsnetz im Indischen Ozean. Zwischen Amsterdam und diesem asiatischen Zentrum lag jedoch eine Seereise, die Monate dauerte und für die Besatzungen erhebliche Risiken barg. Verdorbenes Wasser, schlechte Ernährung und Skorbut konnten Mannschaften so stark dezimieren, dass eine verlässliche Versorgungsstation am Kap auch wirtschaftlich sinnvoll wurde.
Europäischen Seefahrern war die Tafelbucht zu diesem Zeitpunkt längst bekannt. Portugiesen hatten die Route um das südliche Afrika bereits Ende des 15. Jahrhunderts erschlossen; später liefen niederländische und englische Schiffe regelmäßig das Kap an. Wasser konnte aufgenommen und mit den dort lebenden Khoikhoi Vieh gegen europäische Waren getauscht werden. Einen zusätzlichen Anstoß für eine feste Station gab 1647 die Strandung des VOC-Schiffes Haerlem. Ein Teil seiner Besatzung verbrachte mehrere Monate am Kap und berichtete anschließend über die Möglichkeiten, dort Gemüse anzubauen, Schiffe zu versorgen und den Viehhandel auszubauen.
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Schifffahrtsmuseum, Amsterdam, Niederlande
Im früheren Seemagazin der Admiralität kann man heute die Geschichte der niederländischen Seefahrt erleben. Vor dem Scheepvaartmuseum liegt die Replik des Handelsschiffes Amsterdam aus dem 18.Jahrhundert, welches unter der Flagge des VOC lief, 1749 jedoch vor der englischen Küste sank.
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VOC Handel
Neben exotischen Gewürzen wie Pfeffer, Muskat und Zimt erweiterte die VOC ihr Portfolio im Laufe der Jahre auf Kaffee und Tee, Porzellan, Seide, Zuckerrohr, Metallwaren aus Japan und Textilien.
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Zeichen der VOC
Die Arbeitsbedingungen der VOC waren katastrophal. Berichten zufolge kehrten von den Beschäftigten, die nach Ostindien fuhren, nur etwa ein Drittel zurück.
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Van Riebeecks Aufgabe war entsprechend nüchtern. Unterhalb des Tafelberges sollte eine befestigte Station entstehen, die vorbeifahrende VOC-Schiffe mit Wasser, frischem Fleisch und Gemüse versorgte, Kranke aufnahm und den langen Seeweg zwischen Europa und Asien sicherer machte. Noch 1652 begann der Bau des Fort de Goede Hoop, daneben entstand der Kompaniegarten, dessen Nachfolger als Company’s Garden bis heute im Zentrum Kapstadts liegt. Magazine, Werkstätten, Unterkünfte und ein Krankenhaus folgten. Die Keimzelle Kapstadts war damit zunächst keine Stadt, sondern eine Betriebsstätte eines internationalen Handelsunternehmens.
Die Voraussetzungen waren allerdings weniger einfach, als es die Planungen der VOC vermuten ließen. Landwirtschaft musste unter unbekannten klimatischen Bedingungen betrieben werden, Stürme und Winterregen erschwerten den Aufbau, und die Versorgung mit Fleisch war weiterhin vom Handel mit den Khoikhoi abhängig. Solange die Europäer nur Wasser aufnahmen und Waren gegen Vieh tauschten, blieben ihre Interessen begrenzt. Mit der dauerhaften Niederlassung änderte sich das Verhältnis. Gärten, Äcker, Wege und Befestigungen benötigten Land, ebenso die wachsenden Viehbestände der Station. Was die VOC als nutzbare Fläche betrachtete, gehörte zugleich zu den Weide- und Bewegungsräumen der Khoikhoi. Der Konflikt lag damit weniger in der bloßen Anwesenheit europäischer Schiffe als in der zunehmenden dauerhaften Verfügung über Boden.
Hinzu kam ein wirtschaftliches Problem. Die Kompanie wollte ihre Station möglichst kostengünstig betreiben, konnte aber mit eigenen Angestellten nicht genügend Lebensmittel produzieren. 1657 entließ sie deshalb erstmals einige Bedienstete aus ihren Verträgen und siedelte sie als Vrijburghers, freie Bürger, auf eigenem Land an. Sie sollten Getreide, Gemüse und Vieh für die Versorgung der Schiffe produzieren und ihre Erzeugnisse an die VOC verkaufen. Was als pragmatische Maßnahme zur Senkung der Betriebskosten gedacht war, hatte weitreichende Folgen. Aus zeitweise am Kap stationierten Kompanieangestellten wurden Bauern, die mit ihren Familien dauerhaft blieben und eigenes Land bewirtschafteten.
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Schnitt durch ein VOC Handelsschiff vor dem Tafelberg (Rekonstruktion)
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Damit begann sich die Grenze der Siedlung vom Fort zu entfernen. Landwirtschaft und Viehzucht benötigten größere Flächen, während die VOC zunehmend Schwierigkeiten hatte, die Expansion ihrer eigenen Vrijburghers zu kontrollieren. Auseinandersetzungen mit Khoikhoi-Gruppen um Weideland, Vieh und Zugang zu Wasser nahmen zu. Kriege, eingeschleppte Krankheiten insbesondere die späteren Pockenepidemien und der fortschreitende Verlust wirtschaftlich wichtiger Gebiete schwächten die Khoikhoi-Gesellschaften am westlichen Kap zunehmend. Ein Prozess, der 1652 mit einer kleinen Versorgungsstation begonnen hatte, entwickelte sich innerhalb weniger Generationen zu einer dauerhaften territorialen Expansion.
Gleichzeitig fehlten Arbeitskräfte. Die VOC war in ihrem asiatischen Herrschafts- und Handelsraum längst in den Sklavenhandel eingebunden und übertrug dieses System auf das Kap. Bereits in den ersten Jahren wurden einzelne versklavte Menschen eingesetzt; 1658 trafen größere Gruppen am Kap ein. In den folgenden anderthalb Jahrhunderten kamen versklavte Männer, Frauen und Kinder unter anderem aus Madagaskar, Mosambik, Indien, Ceylon und dem indonesischen Archipel. Sie arbeiteten in Haushalten, Werkstätten, im Kompaniedienst und auf den Farmen der Vrijburghers.
Damit entstand am Kap eine Gesellschaft, die sich schon früh von einer einfachen niederländischen Siedlung unterschied. Niederländische und deutsche VOC-Bedienstete, später französische Hugenotten, Khoikhoi, San, Menschen aus anderen afrikanischen Gesellschaften sowie Versklavte aus Afrika und Asien lebten unter sehr unterschiedlichen rechtlichen und sozialen Bedingungen neben- und miteinander. Aus ihren Sprachen, Lebensweisen und alltäglichen Kontakten entwickelte sich über Generationen eine eigenständige Kapgesellschaft.
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Kasteel die Goeie Hoop
Das 1652 von Jan van Riebeeck in Auftrag gegebene hölzerne Fort wurde zwischen 1666 und 1679 durch einen zeitgemäßen Festungsbau ersetzt und ist das heute älteste erhaltene Gebäude Südafrikas.
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Balkon im Kasteel die Goeie Hoop
Nach der Gründung des VOC Stützpunktes unterhalb des Tafelbergs, entwickelte sich aus der ersten dauerhaften Siedlung von Europäern an der Südspitze Afrikas die Moederstad Kaapstad.
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Asiatische Frau als Sklavin am Hafen von Kapstadt (Rekonstruktion)
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Unter Simon van der Stel, der 1679 die Leitung am Kap übernahm, beschleunigte sich diese Entwicklung. Stellenbosch wurde gegründet, der Weinbau ausgebaut und die landwirtschaftliche Siedlungszone weiter ins Hinterland vorgeschoben. Ab 1688 kamen französische Hugenotten hinzu, von denen sich viele in Drakenstein und dem späteren Franschhoek niederließen. Sie brachten zusätzliche Kenntnisse im Wein- und Ackerbau mit, gingen jedoch innerhalb weniger Generationen weitgehend in der niederländisch geprägten Kapbevölkerung auf.
Auch Kapstadt selbst veränderte sich. Das erste Fort wurde durch das ab 1666 errichtete Castle of Good Hope ersetzt. Aus der Versorgungsstation entstanden Verwaltungszentrum, Hafenstadt und Handelsplatz. Schiffe aus Europa und Asien lagen in der Tafelbucht, Seeleute und Soldaten kamen und gingen, Händler, Handwerker und Wirte lebten vom Verkehr der Flotten. Das Kap blieb für die VOC weiterhin vor allem ein strategischer Zwischenstützpunkt, doch rings um diesen Stützpunkt war längst etwas entstanden, das sich nicht mehr auf die Versorgung vorbeifahrender Schiffe reduzieren ließ.
Im 18. Jahrhundert rückten Viehbauern immer weiter ins Binnenland vor. Diese Trekboeren benötigten für ihre Herden große Weideflächen und lebten zunehmend außerhalb der unmittelbaren Kontrolle Kapstadts. Neue Verwaltungsbezirke wie Stellenbosch, Swellendam und später Graaff-Reinet folgten der Expansion. Damit erreichte die Kapkolonie schließlich Regionen, in denen die nach Osten vordringenden Siedler auf sesshafte afrikanische Gesellschaften, insbesondere Xhosa-Gruppen, trafen. Aus der kleinen Niederlassung am Tafelberg war ein weit ausgreifendes koloniales Gebiet geworden.
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Kapholländischer Baustil in Tulbagh
Heute ist der kleine Ort im etwas abseits gelegenen Tulbagh-Tal, der nach dem heftigen Erdbeben von 1969 wieder in altem Stil aufgebaut wurde, ein Geheimtip.
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Kirche von Tulbagh
Die 1743 entstandene Kirche war die erste im südlichen Afrika. Der 1700 als Roodezand gegründete Ort zog aufgrund seines günstigen Klimas bereits früh Hugenotten mit ihren Weinbaukenntnissen ins Tal.
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Vrijburgher im afrikanischen Hinterland (Rekonstruktion)
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Als die VOC gegen Ende des 18. Jahrhunderts wirtschaftlich und politisch verfiel, hatte sich das Kap längst von seinem ursprünglichen Zweck entfernt. 1795 besetzten britische Truppen die Kolonie erstmals, 1799 wurde die hoch verschuldete VOC aufgelöst. Was sie hinterließ, war weit mehr als eine ehemalige Versorgungsstation: Kapstadt war zu einer bedeutenden Hafenstadt geworden, Landwirtschaft und Weinbau hatten sich weit ins Hinterland ausgedehnt, und aus Kompanieangestellten, Vrijburghers, afrikanischen Bevölkerungsgruppen sowie aus Afrika und Asien verschleppten Menschen war eine vielschichtige Kapgesellschaft entstanden.
Die VOC hatte 1652 keinen fertigen Plan für diese Entwicklung mitgebracht. Vieles entstand aus den Anforderungen des Handels, aus Entscheidungen vor Ort und aus den Folgen der zunehmenden Landnahme. Gerade darin liegt die Bedeutung ihrer anderthalb Jahrhunderte am Kap. Aus einem Zwischenstopp auf dem Weg nach Asien entwickelte sich eine Kolonie und aus der kleinen Station unterhalb des Tafelberges Kapstadt.
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Paternoster
Das kleine verschlafene Fischerdorf an der Westküste ist bei Insidern sehr beliebt. In frühen Jahrhunderten sollen gestrandete portugisische Seefahrer ein Pater Noster ("Vater unser") nach ihrer Rettung gebetet haben und dem Ort zu seinem Namen verholfen haben.
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Die Grotekerk in Graaff-Reinet
Die viertälteste Stadt Südafrikas wurde 1786 gegründet. Aufgrund anhaltender Spannungen mit der VOC rebellierten die Buren von Graaf-Reinet und proklamierten die erste, recht kurzlebige, Burenrepublik im Februar 1795.
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Kirche in Riebeek-Kasteel
Riebeeck's Casteel, ein kleines befestigtes Lager, wurde während einer Expedition ins Hinterland durch die Niederländer 1661 zu Ehren des Gründers der Kapkolonie benannt.
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